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Die Seite für ein offenes Zen


 



Gespräche über Nondualität



 

Zen ist nondual und weist damit über sich selbst hinaus. Als Erscheinung hat es eine Form wie alle anderen Erscheinungen, eine kulturell geprägte und übermittelte Gestalt. Zugleich verweist Zen aber auf das, was alles ist - auf die Unbeschreiblichkeit des Seins, das ohne einen Gegensatz nicht beschrieben, ja nicht einmal gewusst werden kann.

 

Der alte Meister Dogen (1200 - 1253), der Zen von China nach Japan brachte, hatte seine tiefe Erkenntnis bei seinem Meister Niojo, nachdem dieser während der Meditation einem schläfrigen Mönch mit seinem Stab einen Schlag versetzte und "shinjin datsuraku" - Körper und Geist fallen ab - rief.

 

Wenn alles wegfällt, was wir denken und glauben und womit wir uns identifizieren, dann fällt auch die eigene Identität weg, denn sie besteht nur aus unserer Gedankenwelt. Dann zeigt sich eine unendliche Freiheit, die darin liegt, dass alles einfach in seiner natürlichen Weise "sich selbst" ist. Nichts kann gewonnen oder verloren werden, weil alles dieses eine Leben ist, das nicht uns persönlich gehört.

 

Gespräche über diese Zusammenhänge können erhellend wirken - wenngleich sie sich nicht an die "Person" wenden, die viele zu sein glauben. Es kann vielmehr anklingen, worum es im Eigentlichen geht - die Unnedlichkeit und Unfassbarkeit dessen, was das Leben jenseits aller Beschreibungen ist. Solche Gespräche können als "talks" mit in diesem Sinne offenen Menschen und auch untereinander stattfinden.

 

Im Zendo Stäfa war im Juni 2026 Paul Morgan-Somers zu Gast. Die genannte Freiheit zeigte sich darin im vollen Umfang - als Schwingung oder als Botschaft hinter den Worten - von niemandem gemacht und als intensive Präsenz. Weitere Gespräche auf dieser Ebene werden folgen.

 

Jenseits des "Ich" - Transcript und Übersetzung eines Videos von Paul-Morgan-Somers (2020)